Tom Hanks ist jetzt Schriftsteller

Die Figuren in „Schräge Typen“ ähneln nicht nur Hanks‘ Filmrollen, sondern auch dem Autor selbst.

Nicht wenige Bestseller der letzten Jahre stammen aus der Feder von Prominenten, die ihre Prominenz eigentlich auf einem ganz anderen Feld erworben haben. Wer als Schauspieler oder Model bereits bekannt ist, kann als Schriftsteller besser vermarktet werden. Bestes Beispiel ist der Strafverteidiger Ferdinand von Schirach. Oder der Schauspieler Joachim Meyerhoff. Und auch Cara Delevingne, ihrerseits Model, hat erst kürzlich ihren Debütroman „Mirror Mirror“ veröffentlicht. Nun folgt: Tom Hanks. Ja, der Tom Hanks, der gerade in Steven Spielbergs „Die Verlegerin“ im Kino zu sehen ist, der sich als Chuck Noland mit dem Volleyball Wilson anfreundete und als Forrest Gump einmal quer durch die USA joggte. Und nein, Hanks‘ erstes Buch ist keine Autobiografie. Es ist eine Kurzgeschichtensammlung. Die Erzählungen soll er unterwegs im Flugzeug, im Hotel und bei Drehpausen an Filmsets in Berlin, Atlanta, New York und Budapest geschrieben haben. Einige wurden bereits in der New York Times und im New Yorker veröffentlicht, wo auch schon große Literaten wie John O’Hara, Haruki Murakami oder J.D. Salinger publizierten.

Zwar galt Hanks schon immer als Allround-Talent, hat nebenbei Regie geführt, Filme produziert und Drehbücher geschrieben. Trotzdem: Wenn Prominente, die ja eigentlich gar keine Schriftsteller sind ein Buch veröffentlichen, wird ihnen nicht nur Aufmerksamkeit, sondern auch Skepsis zuteil. Kann der das überhaupt?

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About Friederike Oertel

Ich bin freie Journalistin, aber auch Fernweherkrankte, Grüblern und Suchende. Ob in Berlin, Brandenburg oder Buenos Aires – ich bin viel und gerne unterwegs. Und weil das Sammeln von Eindrücken irgendwann zum Bedürfnis nach Ausdruck wird, schreibe ich Texte. Unter anderem für die ZEIT und ZEIT Online, Süddeutsche und Tagesspiegel.